Michaela

Ich freue mich sehr, dass ich euch erzählen darf, wie ich zum Glauben an Jesus Christus gekommen bin. Jeden Tag bin ich wieder neu dankbar dafür, dass mir diese Gnade und dieses kostbare Geschenk eines neuen Lebens zuteil wurde. Und wird.

Aufgewachsen bin ich in einem mehr oder weniger katholischen Elternhaus – meine Mutter „schleifte“ mich und meine ältere Schwester sonntags gelegentlich in die Kirche. Zu Hause war Gott kein Thema. Ich war aber in der Jungschar und viele Male bei den Sternsingern mit dabei. Doch die Geschichten, die ich dort, oder auch im Religionsunterricht, über Jesus hörte, waren eben das: Geschichten. Schon mit 15 Jahren rebellierte ich extrem gegen meine Eltern. Jedes Wochenende, freitags und samstags, war ich gemeinsam mit meiner Schwester und Freundinnen unterweg. Wir tranken zu viel und trieben uns mit den wildesten Typen rum. Bei diesen Leuten hatte ich das Gefühl, dazu zu gehören. Schon bevor ich 18 Jahre war, zog ich von zu Hause aus.

Mit 18 bekam ich meine erste Kirchensteuervorschreibung und trat sofort aus der Kirche aus. (Ich kann mich noch an meine Begründung erinnern, als mich der Pfarrer im Gespräch nach meinem Beweggrund fragte – ich hatte irgendwo gelesen, dass der Papst die teuerste Uhr der Welt tragen soll) Auf der Suche nach Lebenssinn und -orientierung und dem großen inneren Wunsch nach Frieden habe ich mich der Esoterik zugewandt. Ich habe viele Seminare gemacht, viele unglaubliche Dinge erlebt, war mit meinen Freundinnen und Freunden nach wie vor jedes Wochenende unterwegs.

Eine langjährige Freundin (aus der wildesten Zeit) war durch ihren Mann zum Glauben an Jesus Christus gekommen. Ich habe mit ihr darüber diskutiert und von ihr auch einige erlebte Wunder erzählt bekommen. Trotzdem habe ich sie in Ihrem quasi „verstaubten“ Glauben nicht ernst genommen sondern weiterhin auf das Licht hin meditiert und mir meinen eigenen Glauben zurecht gezimmert.

Als mein Sohn Julian 2004 geboren wurde, fehlte mir auf einmal natürlich die Zeit und auch die Lust, viel unterwegs zu sein. Ich verbrachte die ersten zwei Jahre praktisch wie im Kloster. Alleine mit Julian, hatte ich kaum Kontakt zu alten Freunden, nur zum engen Kreis der Familie und zu 2-3 Frauen aus meinem früheren Freundeskreis. Ungefähr 2 Jahre nach Julians Geburt begann ich wieder zu arbeiten und es begann für mich eine sehr anstrengende Zeit. Ich wollte alles perfekt machen – eine perfekte Mutter sein und perfekt im Beruf.

Trotzdem ich viel Zeit in Meditation verbrachte, um meine Kräfte zu erneuern, wurde mein Erschöpfungszustand immer schlimmer. Es war mir einfach alles zu viel, ich war am Ende meiner Kraft und zudem über alle Maßen einsam. An einem Abend, das war im Oktober 2007, war es ganz besonders schlimm, ich war einfach fix und fertig. In diesem Augenblick habe ich zu beten begonnen: Jesus, wenn es dich wirklich gibt, und es wahr ist, was ich von dir gehört habe, dann hilf mir jetzt. Ich habe keine Kraft mehr und ich sehe keinen Ausweg. Ich flehe dich an, mir zu helfen, wo alles andere versagt und ich gebe dir jetzt mein Leben hin. Von diesem Abend an begann für mich ein neues Leben. Der Gott, den ich für verstaubt gehalten hatte, schenkte mir ein Maß an Freiheit und Frieden, das ich nie für möglich gehalten hätte.

Der Friede Gottes, der allen Verstand übersteigt, wird eure Herzen und eure Gedanken bewahren in Jesus Christus. Phil 4,7 – Er hat mich in seiner unendlichen Güte und Gnade trotz meiner Verfehlungen wieder angenommen als sein Kind und ich darf darauf bauen, wie es in der Bibel steht: Der HERR, dein Gott, ist in deiner Mitte, ein Held, der rettet; er freut sich über dich in Fröhlichkeit, er schweigt in seiner Liebe, er jauchzt über dich mit Jubel. Zephanja 3,17

Ich bin sehr dankbar dafür, dass ich diesen einzigartigen, allmächtigen Schöpfergott kennenlernen darf, der mich über alle Maßen liebt.

Früher hat mich das Streben danach, ein besserer Mensch zu werden schier verrückt gemacht, heute darf ich beten: Vater, nimm Du es mir ab, forme mich nach Deinem Willen, denn Du willst mein Bestes – und ich kann darauf vertrauen dass es geschieht. In den vielen Jahren meiner Sinnsuche habe ich so manches Mal mein Leben auf´s Spiel gesetzt und die Gesundheit meines Geistes riskiert – Gott hat mich vor dem Tod bewahrt und mir neues Leben geschenkt.